Beste Reisezeit für Thailand
Wohin, wann – und was Du als Asthmatiker besser wissen solltest.
Thailand ist eines unserer absoluten Lieblingsreiseziele. Es ist abwechslungsreich, familienfreundlich, voller Kultur, Essensträume und Naturerlebnisse – und gleichzeitig so erschwinglich, wenn man clever bucht. Aber: Das Klima spielt nicht immer mit. Die beste Reisezeit für Thailand hängt auch von deinen Vorlieben ab. Und wenn Du wie Piya mit Asthma leben musst, dann weißt Du, wie schnell ein Tag anstrengend werden kann, wenn die Luft steht, die Sonne knallt und die Feinstaubwerte durch die Decke gehen.
Wir haben Thailand zu jeder Jahreszeit bereist – in kühlen, heißen und nassen Monaten. Dabei haben wir nicht nur viel gelernt, sondern auch so manche Überraschung erlebt. Wie zum Beispiel auf Koh Samui, während der angeblich besten Reisezeit. Wir wollten nur kurz mit dem Roller los – und landeten in Straßen, die sich in kleine Flüsse verwandelt hatten. Ein Hoch auf die unerschütterlichen Thai-Roller! Und eine Warnung an alle, die denken: „Ach, das ist doch nur eine breite Pfütze.“ Das dachten wir auch, als wir mal mit dem Auto unterwegs waren. Und dann steckten wir bis zur halben Felge im Wasser.


Trockenzeit, Regenzeit & heiße Jahreszeit – ein kurzer Überblick
Thailand hat grundsätzlich drei (traditionelle) Jahreszeiten:
• Die kühle Trockenzeit von November bis Februar – angenehm mild und meist die beliebteste Reisezeit.
• Die heiße Trockenzeit von März bis Mai – oft drückend heiß, vor allem im Landesinneren.
• Die Regenzeit von Juni bis Oktober – feucht, aber nicht durchgehend verregnet.
In Wirklichkeit verschwimmen diese Grenzen mittlerweile. Früher war die Regenzeit recht berechenbar. Heute? Nicht mehr. Durch den Klimawandel hat sich das gesamte Wettersystem verschoben. Es regnet teilweise mitten in der Trockenzeit, während die Regenzeit in manchen Regionen kaum ein Tropfen bringt – oder so viel auf einmal, dass Straßen überschwemmt werden. Und im Dezember wird es im Norden nicht nur angenehm kühler. Man kann mittlerweile morgens zu Eiszapfen an den Dachrinnen aufwachen.
Wir packen inzwischen immer eine Mischung ein wenn wir von Norden bis Süden unterwegs sind: leichte, luftige Kleidung aus Baumwolle oder Leinen und eine Fleecejacke oder Sweatshirt. Etwas warmes haben wir aber sowieso immer dabei, da es im Flieger auch mal kühler wird.
Welche Regionen wann besonders gut – oder eher schlecht – sind
Bangkok & Zentralthailand
Am angenehmsten ist es hier von November bis Februar. Temperaturen um die 28 bis 32 Grad, wenig Regen, trockene Luft – optimal für Tempeltouren, Streetfoodmärkte und Tagesausflüge.
Ab März wird’s heiß – richtig heiß. Temperaturen über 40 Grad sind keine Seltenheit, kombiniert mit hoher Luftfeuchtigkeit. Dazu kommt der Smog, der sich vor allem zwischen Dezember und März staut. Die Werte für PM2.5-Feinstaub sind dann oft so hoch, dass wir die Stadt möglichst meiden – oder uns nur noch in klimatisierten Gebäuden bewegen.
Wenn wir in dieser Zeit in Bangkok sind, buchen wir immer Hotels mit möglichst direktem BTS Skytrain-Zugang oder am Wasser. Entlang des Chao Phraya ist die Luft gefühlt manchmal etwas frischer – was wahrscheinlich an der offenen Fläche und der besseren Luftzirkulation liegt. Wissenschaftlich belegt ist, dass Wasserflächen tatsächlich zu einer minimal besseren Luftqualität beitragen können. Aber bei echtem Smog hilft auch das leider nur bedingt.
• *Eastin Grand Sathorn (Direkter Brücken-Zugang zur BTS Station S5 Surasak, Silom Line)
• *Pahtumwan Princess (direkter Zugang zum MBK Center – kurzer Fußweg zur BTS Station W1 National Statdium, Silom-Line)
• *Asia Hotel Bangkok (direkter Zugang zur BTS Station N1 Ratchathewi, Sukhumvit-Line – eine Station von der Umsteigestation Siam entfernt )
• *Millenium Hilton Bangkok (Fünf Gehminuten vom ICONSIAM, per kostenlosem Bootsshuttle gut erreichbar. BTS Station S6 Saphan Taksin , Silom Line am Sathorn Pier – ebenfalls per Shuttle verbunden.)
Mehr Infos zur BTS Skyline gibt es in diesem Beitrag:

So sind wir mit wenigen Schritten im klimatisierten Bereich – ohne durch den dichten Smog laufen zu müssen. Für Asthmatiker wie Piya ist das Gold wert.
Wenn Du wissen willst, wie die Luftqualität aktuell ist, schau regelmäßig in die App AirVisual oder auf Websites wie aqicn.org – da bekommst Du tagesaktuelle Werte für PM2.5 und kannst Deine Tagesplanung entsprechend anpassen.
Burning Season in Nordthailand – warum wir da nicht hinfahren
In Chiang Mai, Pai oder Chiang Rai ist das Klima zwischen November und Januar traumhaft: kühle Nächte, klare Luft, goldene Reisfelder. Aber ab Februar beginnt die Burning Season, die sich bis in den April ziehen kann.
In dieser Zeit brennen viele Bauern ihre Felder ab. Dazu kommen illegale Waldbrände in Myanmar und Laos. Das Resultat: ein dicker, giftiger Dunst, der tagelang über der Region hängt. Chiang Mai gehört dann regelmäßig zu den Städten mit der schlechtesten Luft der Welt. Kein Witz.
Für Piya ist diese Zeit mittlerweile absolut tabu – und wir würden auch jedem gesunden Menschen raten, sich das gut zu überlegen. Denn selbst ohne Vorerkrankung bekommst Du nach ein paar Tagen trockene Augen, Halsschmerzen und Husten.
Ca. ab Mitte/Ende April beruhigt sich die Lage, spätestens mit dem ersten größeren Regen. Danach wird es wieder bereisbar – und dann auch richtig grün.

Wir haben erst 2017 etwas von der Burning Season erfahren als wir in Chiang Mai und Chiang Rai unterwegs waren. Zum Glück regnete es täglich und wir bekamen davon kaum etwas mit.
Regenzeit – gar nicht so schlimm, wie viele denken
Die Regenzeit von Juni bis Oktober schreckt viele ab. Zu Unrecht, finden wir. Ja, es regnet. Manchmal kurz und heftig am Nachmittag, manchmal auch stundenlang. Aber es gibt auch viele trockene Phasen – und wenn Du nicht gerade auf einer Mini-Insel festsitzt, kannst Du richtig viel unternehmen.

Vor allem Bangkok, Chiang Mai, Hua Hin oder größere Inseln wie Koh Samui sind in der Regenzeit überraschend gut zu bereisen. Die Straßen trocknen schnell, die Natur ist üppig grün und die Preise sind oft deutlich günstiger.
Wenn’s regnet, verbringen wir den Tag einfach mal:
• in klimatisierten Malls (die gibt’s in jeder größeren Stadt)
• in einem schicken Café mit Wi-Fi & Aussicht, ein Regentag kann wunderschön sein

• im Spa oder bei einer Thai-Massage
• oder im Hotelpool (ja, selbst bei Regen – das Wasser ist warm!)
Und wie gesagt: Immer mal einen prüfenden Blick auf die Pfützen werfen, wenn Du mit dem Roller unterwegs bist…
Was Du als Asthmatiker beachten solltest – neben Smog
Nicht nur die Luftqualität, auch die Luftfeuchtigkeit spielt eine große Rolle. Werte ab 70 % aufwärts sind in Thailand ganz normal – aber ab 80 % wird es für viele mit Atemproblemen unangenehm. Die Luft fühlt sich dann „klebrig“ an, das Atmen fällt schwerer, besonders bei körperlicher Anstrengung.
An solchen Tagen hilft uns:
• langsamer machen
• kühle, trockene Orte aufsuchen
• klimatisierte Räume nutzen (Malls, Cafés, Museen)
• nicht in der prallen Sonne rumlaufen
Ein Pluspunkt in Thailand: Klimatisierung ist Standard. Selbst viele kleine Cafés oder 7-Eleven haben kühlere Luft als mancher deutscher Supermarkt im Hochsommer.
Was wir immer einpacken – unabhängig von der Saison
• Leichte, atmungsaktive Kleidung aus Naturfasern (am besten Baumwolle oder Leinen)
• Eine dünne Regenjacke
• Ein Tuch oder Schal gegen Zugluft oder Kälte in Bussen/Malls
• Eine leichte Jacke oder Fleece für den Norden (ja, auch in Thailand friert man mal!)
• Gute Sonnencreme (mit hohem LSF – die Sonne ist gnadenlos und die sind in Thailand relativ teuer)
• Mückenschutz (ja die gibt es auch in Thailand sehr günstig und wirksam, aber für die empfindliche Baby-/Kinderhaut gehen wir auf Nummer sicher mit *Autan oder *Squito aus dem dm ).
• FFP2- oder N95-Maske für schlechte Lufttage (die gibt es in Thailand aber auch an jeder Ecke zu kaufen)
• Inhalator, falls Du wie Piya one nicht mehr leben kannst
Thailand ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert
– wenn Du weißt, was Dich erwartet. Die klassische „beste Reisezeit“ von November bis Februar ist nach wie vor ideal für viele Regionen. Aber der Klimawandel macht das Wetter unvorhersehbarer. Deshalb reisen wir inzwischen nicht nur nach Kalender, sondern auch nach Luftqualität und persönlichem Wohlbefinden.

Ob Du die großen Städte erkundest, auf Inseln entspannst oder dich durch Nachtmärkte futterst – mit etwas Vorbereitung wird’s eine richtig gute Zeit.
Wenn Du Fragen zu bestimmten Regionen hast oder wissen willst, wie wir unsere Reisen konkret planen – schreib uns gern. Wir teilen unsere Erfahrungen jederzeit.
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