Hout Bay – Tafelberg – Simons Town / Boulders Beach
Unsere letzten Ausflüge fügten noch eine ganze Menge mehr schöne Erinnerungen an dieses interessante, vielseitige und wunderschöne Land hinzu.
Nach unserem Besuch in Kirstenbosch Botanical Garden machten wir Halt am Hout Bay zum Lunch und fanden uns wieder in einer anderen Welt wieder. Vom Secret Garden in einen gemütlichen urigen Fischereihafen.



Tafelberg
Am letzten Tag vor dem Abflug war endlich der Tafelberg frei von Wolken, die Sonne schien herrlich warm und wir konnten endlich mit der Seilbahn hinauf fahren. Jede Menge anderer Touristen haben diesen Tag genauso herbei gesehnt wie wir. Schlange stehen macht auch in Südafrika keinen Spaß. Aber auf dem Tafelberg hat man nichts mehr von all den Menschen gemerkt. Man konnte sich weit über den ganzen Berg verteilen.


Tafelberg Tickets kauft man am besten vorher online. Die Schlange am Schalter ist noch viel länger als die zur Seilbahn.
Auf der Website erfährt man dann ob der Berg für Besucher geöffnet ist. Bei schlechtem Wetter ist es schlicht zu gefährlich auf dem Berg zu spazieren. Mal davon abgesehen, dass man nichts sehen würde.
Seinen Namen hat der Berg bekommen, weil er flach wie eine Tafel ist. Im Englischen heißt er Table Mountain. Man muss warten bis die Wolkendecke / Tischdecke von der Tafel ist, dann wird der Berg auch wieder für Besucher geöffnet.









Weniger fitte Menschen, Kinder und kleine Gruppen sollten lieber die Seilbahn wählen. Größere Gruppen von gesunden und trainierten Leuten können gern selbst hoch wandern. Leider besteht die Gefahr auf dem anstrengenden Weg nach oben überfallen zu werden, deswegen sollte man nur in einer größeren Gruppe den Aufstieg wagen.
Ich war natürlich nur wegen der Dassies da oben 🙂


Als ob das nicht schon genug an tierischen Begegnungen war machten wir vom Simon’s Town aus auf eigene Faust
eine Kajak Tour zum Boulder’s Beach,
wo eine weitere Pinguin Kolonie ansässig ist.
Eigentlich wollten nur ganz normal den Eintritt zahlen und die Pinguine auf dem selben Weg besuchen, wie die am Betty’s Bay.

Aber mit dem Kajak erschien es uns lustiger.


Die Kinder und mein Mann fanden es lustig. Ich habe festgestellt, ich grusele mich heftigst vor den Kelpwäldern, auch Tangwald genannt. Das ist eine Algenart, die bis zu 45 Metern vom Meeresboden hochwachsen kann.


Sie sahen nicht nur im Aquarium furchteinflösend aus, durch sie hindurch fahren und mit dem Paddel berühren verursachte mir Gänsehaut. Als würde man einem Menschen mit dem Paddel eins über braten. Ich stelle mir vor, dass es sich so anfühlt. Nicht, dass ich es je ausprobiert hätte.



Viel viel interessanter als die Pinguine wurde dann auf einmal eine kleine Robbe. Ganz einsam und allein drehte sie vor uns ihre Runden. Das war nochmal ein richtig schönes Erlebnis, das mich den Kelp vergessen ließ.




Ein muss war natürlich noch:
Bo-Kaap
und seine bunten Häuser
Das sieht nicht nur gut aus, sondern hat auch eine Geschichte. Früher mussten die Gebäude als Mietobjekte weiß bleiben. Erst als die Bewohner sie kaufen konnten, griffen sie zu Farbe – und das nicht zu knapp. Die leuchtenden Fassaden wurden zum Symbol für Freiheit und Identität. Heute prägen sie das Stadtbild und machen Bo-Kaap zu einem der fotogensten Viertel Kapstadts. Doch hinter der Fassade steckt mehr als nur ein schönes Bild – es ist ein Stück gelebte Geschichte.
Jetzt habe ich so viel geschrieben und mir gehen die Synonyme für wundervoll, interessant, herrlich und und aus. Ich wiederhole mich nur noch. Das wird nicht bei einem einmaligen Besuch bleiben. Das nächste Mal möchten wir gern von Johannesburg über Drakensberge zum Krüger Nationalpark fahren.
Nachfolgend noch ein paar letzte Impressionen von unserem Trip und der Grund warum wir nicht am Kap der guten Hoffnung waren.













Südafrika ist so wunderschön. Aber es ist ein Land der Kontraste – das wird einem überall bewusst. Schicke Villen mit Meerblick, mit hohen Zäune und Stacheldraht on Top. Auf der andern Seite ganze Wellblechhütten Dörfer, die Townships. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist allgegenwärtig, und es fühlt sich manchmal surreal an, wie nah diese beiden Welten beieinander liegen. Ein Township zu besuchen, haben wir für uns ausgeschlossen – es hat sich für uns falsch anfühlt, durch das Zuhause anderer Menschen zu laufen wie durch eine Sehenswürdigkeit.
Das Foto oben zeigt genau diesen Kontrast: eine breite, gepflegte Straße in Kapstadt – und einen Mann, der mitten im Verkehr steht und um etwas zu essen bittet.
Manchmal schnürt es einem die Kehle zu, und der Impuls, jedem zu helfen ist immer dabei. Doch die Verzweiflung vieler Menschen ist groß – so groß, dass sie in manchen Fällen auch vor Verzweiflungstaten nicht zurückschrecken.
Wer dieses faszinierende und landschaftlich beeindruckende Land besucht, sollte mit offenen Augen unterwegs sein, aber auch auf die eigene Sicherheit achten und mit gesundem Menschenverstand handeln.
Südafrika lässt einen nicht los – weder während der Reise noch danach. Die Kontraste, die Landschaften, die Menschen und die Erlebnisse bleiben im Kopf. Es war sicher nicht unser letzter Besuch, denn dieses Land hat noch so viel mehr zu erzählen.







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