PINGUINE AM BETTY’S BAY – SAFARI IN MOSSEL BAY
14.04.2019
Nach unserer ersten Nacht in Stellenbosch ging es am nächsten Tag, mit einem süßen Zwischenstopp bei den Pinguine am Betty’s Bay, zur *Botlierskop Private Game Lodge, in dem wir die nächsten zwei Nächte verbringen sollten, kamen wir aus dem Staunen nicht raus wie schön dieses Land ist. Eigentlich müsste ich diesen Satz in die Zwischenablage setzten, weil ich es in jedem Absatz erwähnen könnte.
Südafrika ist wunderschön!

Garden Route, es geht los.
Vom Hotel in Stellenbosch fuhren wir zuerst eine Stunde runter Richtung Küste zum Betty’s Bay. Wir wollten Pinguine sehen. Ich habe bis ich mich mit unserer Reise ein halbes Jahr vorher befasste nicht gewusst, dass es auch Pinguine in Afrika zu bewundern gibt. Neben dieser Kolonie am Betty’s Bay ist noch eine weitere in Simon’s Town ansässig, die aus den letzten frei lebenden Brillenpinguine auf der Welt besteht.
Da wir uns selten vom Wetter etwas vermiesen lassen war der Besuch trotz strömendem Regen nicht auszulassen. Der Regen kam und ging und kam, an der Küste entlang den Regen aufs Meer prasseln zu sehen war wie eine Szene aus einem Independent Film. So unwirklich schön. Die Fahrt war sehr kurvenreich und weil wir auf das Navi hörten landeten wir erstmal in einem extrem schicken Wohngebiet zwischen den Dünen, hier und da Warnschilder, dass man sich vor den freilaufenden Affen zwischen den Hecken in Acht nehmen sollte, ein paar weniger konnte ich in den hohen Büschen entdecken und beobachteten Surfer, die bei kaltem Wind und Regen ihr Leben genossen.


Die Kinder tobten sich ein wenig auf dem feinen Sand aus bevor wir ein Stück wieder zurück fuhren und dann lieber den Schildern folgten, auf denen Pinguine abgebildet waren. (Es kann auch echt einfach sein).
Das Auto stellten wir auf dem Parkplatz ab und gingen in die Richtung des langen Holzstegs das über das Gebiet der Pinguine führt.
Regen sei dank war so gut wie nichts los, genau so wie wir es mögen. Alles für uns allein 🙂

Eintritt in das Stoney Point Nature Reserve:
Erwachse 40 Rand (2,02 Euro)
Kinder 25 Rand (1,26 Euro)

Öffnungszeiten: 08-16:30 Uhr, letzter Einlass um 15:45 Uhr
Das Tor zum Steg wird um 16 Uhr geschlossen.
– Stand 2025 lt. www.capenature.co.za

Die Pinguine am Betty’s Bay.

Ich muss nicht extra ausführen wie klasse es war die putzigen Kurzbeiner zu beobachten. Eltern, die ihre Eier brüteten, Jungspunde die durch die Gegend stolzieren und ab und an ein sehr neugieriges Exemplar das auch mal uns beäugte.




Da die Pinguine sich frei bewegen können waren auch mal welche außerhalb des Naturschutzgebietes anzutreffen. Das war schon lustig, wenn Dir auf einmal drei Pinguine entgegen gewatschelt kommen, ganz locker, bevor man sich aber zu nahe kam watchelten sie einfach die nächste Hecke rein.
So muss man auch sehr aufpassen, wenn man vom Parkplatz los fährt, nicht dass einer unter die Räder kommt, denn wirklich schnell sind sie wirklich nicht.

MOSSEL BAY

Ursprünglich wollten wir gern die Safari Tage in der Garden Route Game Lodge in Albertinia verbringen, diese war aber ausgebucht. Nichtdestotrotz wollte ich da mal reingeschnuppert haben, weil ich sehr von den Bildern und guten Bewertungen angetan war.


Kaum passierte man das bewachte Tor lagen auch schon die ersten Antilopen im Gras und beobachteten uns Neuankömmlinge. Es verstand sich von selbst, dass wir nur Schrittgeschwindigkeit bis zum Haupthaus fuhren. Auch auf der Garden Route will man niemals schnell fahren, weil es so viel zu entdecken gibt.

Es war am Nachmittag zu windig und kalt um alle auf der großzügige Terrasse zu sein. Die Aussicht war jedoch grandios! Wir konnten direkt eine junge Giraffe erspähen und zwei Elefanten beim balgen zusehen. Nach einem ernstzunehmenden Kampf sah das nämlich nicht aus. Auf dem oberen Bild kann man die beiden auch bereits sehen 😉

Wir saßen uns ins Restaurant und aßen eine Kleinigkeit. Da habe ich auch das erstemal das berühmte Biltong im Brötchen probiert. Das Fleisch ist getrocknet und wird mit verschiedenen Kräutern gewürzt. (Nach all dem guten Essen dort, wovon wir immer noch schwärmen, war das Brötchen eine 3 von 5 Sternen)

Biltong Sandwich
Die Aussicht war wirklich schön, leider konnten wir nicht allzu lange trödeln, weil es langsam dunkel wurde und wir auch endlich mal ankommen wollten.

Botlierskop Private Game Lodge
Bis zur Botlierskop Private Game Lodge in Friemersheim waren es weitere 40 Minuten Fahrt. Und dann waren wir so happy, dass die andere Lodge ausgebucht war. Die schmale Straße einen Berg hoch bis zum Eingangs Tor versprach uns schon einen schönen Aufenthalt. Ich sag nur: Haltet auf dem Geländer immer Ausschau nach Schildern. Ich liebe ihren Humor! Keine Bilder dazu, lasst Euch überraschen.

Blick von der Terrasse des Haupthauses.

Lobby
Das Botlierskop fanden wir viel schöner und gemütlicher. Unser Familienzelt war einfach klasse. So stelle ich mir Glamping vor! Der Weg dorthin war allein schon die Anreise wert. Wir durften im letzten Zelt wohnen, der Weg ist weiter, aber den haben wir sehr gern immer zu Fuß genommen. Nur wenn es dunkel war bestand man darauf, dass wir mit dem Golf Kart gefahren und mit der Taschenlampe bis zum Eingang begleitet wurden.


Unser Weg vom Haupthaus zum Zelt führte zuerst an den Pferdeställen mit Außenbereich vorbei. Ich weiß nicht ob man das schon Koppel nennt, weil das im Prinzip nur der Garten hinter dem Stall ist. Dann mussten wir ein Gittertor passieren, das nicht offen stehen darf, weil die Pferde Nachts rausgelassen werden auf dem ganzen eingezäunten Gelände herumlaufen können. Und so wäre man schon auf „Safari-Land“ jedes friedliche Tier in diesem riesigen Naturpark kann hin gehen wohin es möchte. Die etwas aggressiveren sind in einem anderen ebenfalls riesigen Abschnitt untergerbacht in dem sie tun und lassen können was sie wollen. Der Mensch nur nicht. Ich würde da echt nicht gern einem Nilpferd ohne Guide gegenüber stehen.

Menschen bemängeln, dass man im Botlierskop und Garden Route Game Lodge gar nicht das richtige Afrika Safari Feeling bekäme. Die können gern weiter meckern. Für uns Afrika Neulinge und gerade mit den Kindern war diese Erfahrung einfach wundervoll! Wenn die Jungs größer sind, dann wagen wir auch mal den Schritt weiter Östlich wo es keine Zäune gibt, die die Tiere vor den Menschen schützen.
Um dann zu unserem Zelt zu kommen musste wir nun einen kleinen Fluss mit einem Floß überqueren. Die Kinder haben richtig viel Spaß dran gehabt uns an den Tauen von der einen Seite auf die andere zu führen.
Das Familienzelt selbst war mit einer großen Holzterasse und gleich zwei Außenduschen ausgestattet. Und es lag als einziges Zelt versteckt zwischen Bäumen. Im dunkeln wollte keiner von uns allein da entlang spazieren und die Türen und Fenster mussten eh immer geschlossen bleiben, weil in den Bäumen Affen hausen. Wir haben davon aber keine gesehen.
Für die Außendusche fand ich es zu kalt, unsere Jungs waren wie immer mutiger.
Richtig herrlich war für uns, dass man überall den Tieren begegnete. Es gab immer etwas zu entdecken.








Als wir auf der Terrasse lagen gingen auch einige Bewohner des Landes spazieren.
Abends schliefen jeder von uns auf einer Heizdecke und um sich auch von innen zu wärmen gab es gratis eine ganze Flasche Schnaps und Tee. Es waren tolle zwei Nächte. Wir haben super kuschelig warm geschlafen obwohl es draußen richtig eisig wurde. Die Wände waren ja nur Zeltplanen mit einfach verglasten Fenstern.
Das Essen, vom Frühstück bis zum Dinner, war immer reichhaltig und einfach nur köstlich!

Safaris heißen Game Drives und davon hatten wir zwei erleben dürfen, am Tag unserer Abreise machten wir noch eine Pferde Safari in der Gruppe.

Während der Game Drives haben wir so viel von unserem Guide Silas gelernt, die Kinder und wir waren so sehr begeistert davon all diese Tiere beobachten zu können. Es war kalt und nass – aber unvergesslich schön!















Am Nilpferd Teich gibt es noch die privat gelegeneren Botlierskop Bush Villas für alle, die es schön luxuriös mögen. Von dort hat man einen guten Blick auf den Teich und auch hier laufen einem die Tiere vor der Tür rum. Wir gehen aber stark davon aus, dass irgendwo ein Zaun sein muss, damit die Nilpferde nicht zu den Besuchern gehören.



Das Botlierskop mit allem drum und dran war ein unvergessliches Erlebnis.

Nach dem Frühstück ging es weiter nach Plett.
Weitere Unterkünfte in Südafrika:
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