Auto fahren in Thailand
Auto mieten
Autos mieten wir seit zwanzig Jahren immer über billiger-mietwagen.de – und hatten noch nie Probleme.

Das eine oder andere Mal gab es eine lustige Überraschung
in der Ausstattung.
Nach der Landung in Phuket findest du die Autovermietungen direkt im internationalen Terminal, gleich nach der Gepäckausgabe in der öffentlichen Ankunftshalle. Du musst also nirgendwo hinfahren oder abgeholt werden. Die Schalter der großen Anbieter wie Sixt, Avis, Hertz oder Budget sind gut ausgeschildert – die kleineren lokalen Anbieter findet man auch da, über die wir zum Beispiel bei Billiger-Mietwagen.de oft buchen.
Die Fahrzeugübergabe erfolgt direkt am Terminalparkplatz – schnell und unkompliziert. Kontrolliere alle vorhandenen Kratzer genau, am besten machst du während der Übergabe ein kurzes Video vom Fahrzeug.
Oft sind die Autos bereits vollgetankt, manchmal muss man selbst tanken gehen. Wichtig ist: Du gibst das Auto mit der Tankmenge zurück, mit der du es übernommen hast.
Einmal hatten wir auf dem Rückweg keine Tankstelle mehr gefunden, die Ausfahrt schon verpasst – und gaben das Auto mit weniger Tankfüllung zurück. Da wurde dann eben etwas aufgeschlagen fürs Nachtanken. Das war fast so teuer wie in Deutschland, wo eine volle Tankfüllung normalerweise ein Vielfaches kostet.
Beispiel: Tankkosten in Thailand
Ein Toyota Fortuner hat in Thailand ein Tankvolumen von etwa 80 Litern.
Der aktuelle Dieselpreis liegt bei rund 31 Baht pro Liter (Stand November 2025).
Eine Komplettfüllung kostet also:
80 L × 31 Baht = 2.480 Baht (≈ 63 €).
In Deutschland wären wir aktuell bei fast 130 € für denselben Tank.
Wir wählen mittlerweile immer einen Toyota Fortuner oder einen gleichwertigen SUV, weil es auf Thailands Straßen einfach sicherer und übersichtlicher ist. Einen Kleinwagen haben wir einmal ausprobiert – machen wir dort nie wieder. Man sitzt niedriger als die Motorräder und sieht kaum etwas vom Gewusel um einen herum.
Außerdem ist es beruhigend zu wissen, dass um uns und die Kinder etwas mehr Knautschzone ist. Die meisten Thais fahren mit ihren Hilux Pick-ups, deren Motorhauben ca 1,30 Meter hoch sind.
Ihr wollt wirklich nicht auf Augenhöhe mit der Stoßstange eines Hilux sitzen!

Internationaler Führerschein in Thailand
Denkt unbedingt an den internationalen Führerschein – er kostet je nach Region bis zu 20 Euro und ist schnell ausgestellt.

Bei der Autovermietung werden (manchmal) sowohl der deutsche als auch der internationale Führerschein kurz angesehen. Polizeikontrollen gibt es in Thailand öfter, meist aber für Motorradfahrer ohne Helm – ohne Helm sollte man ohnehin nie fahren.
Manchmal fällt aber auch eine unsichere Fahrweise auf oder man macht, sagen wir, direkt vor der Polizei einen Fehler und überholt im Überholverbot (ich sehe niemanden an: René). Ja, es gibt Verkehrsregeln, und gerade als Ausländer sollte man sich strikt daran halten.
Der Polizist wollte beide Führerscheine sehen und wir kamen damals mit einer Verwarnung davon.
Er ist also nicht nur ein „nice to have“, sondern erspart Diskussionen. Führt immer beide Führerscheine mit, um auf Nummer sicher zu gehen.
Fahrweise und Straßenverkehr in Thailand
Defensiv fahren!
Ihr müsst in Thailand nichts beweisen und wollt euren Urlaub nicht im Krankenhaus verbringen.
In all den Jahren haben wir nur ein einziges Warndreieck gesehen.
Wenn mal etwas auf eine Panne oder einen Unfall hinweist, dann ist es ein Ast auf der Fahrbahn – der thailändische Ersatz fürs Warndreieck. Er liegt meist gut sichtbar vor der Kurve. Und tatsächlich: Diese Variante funktioniert überraschend gut.
Auf Autobahnen geht es entspannt zu, auch wenn es in Bangkok rund um die Tollways manchmal Stau gibt – besonders auf der Strecke vom Flughafen in die Stadt. Ernsthafte Vorfälle haben wir dort aber nie erlebt.
Landstraßen können ebenfalls ruhig sein, aber achtet auf Hunde! Viele sonnen sich mitten auf der Straße oder schlafen am Fahrbahnrand. Normalerweise reagieren die Tiere vorsichtig, aber spielende oder kämpfende Hunde vergessen den Verkehr schnell. Gleiches gilt besonders für Welpen – und Hühner.
Eher die Hähne.
„Was macht der Hahn auf der Straße?“ Echt jetzt. Sie überqueren nicht mal die Straße. Sie stolzieren kurz und gehen wieder zurück.
Schlangen, Büffel und Ziegen und ab und an Elefanten in Khao Yai – aber die übersieht man nicht.
Bei Letzterem nicht anhalten und gaffen, wenn sie am Straßenrand gemütlich futtern, sondern langsam mit Abstand weiter fahren, wenn möglich. Die Elefanten in Khao Yai sind wild und man weiß nicht wie die Laune gerade ist oder ob ein Kalb in der Nähe im Gebüsch beschützt werden muss.
Im Auto bleiben! Nicht aussteigen! Kein Blitzlicht! Keine Körperteile raus hängen! NICHT FÜTTERN!
Die Safari Regel gilt auch hier!
Ach ja, ich habe die Affen vergessen. Das gleiche. Im schlimmsten Fall ist die Kamera / das Handy weg und man hat sich Tetanus von nem Kratzer eingefangen.
Denkt an Eure Auffrischungsimpfung!
Auto fahren in Thailand – Was du wissen solltest
Linksverkehr: In Thailand herrscht Linksverkehr. Nach zwei Tagen ist das meist kein Problem mehr, aber beim Abbiegen und Überholen heißt es: volle Konzentration.
Mautstraßen: In und um Bangkok gibt es Mautstrecken („Tollways“). Die Gebühren sind niedrig, meist zwischen 20 und 60 Baht pro Abschnitt.
Rastätten und Tankstellen: Es gibt viele große Tankstellenketten (PTT, Shell, Esso), die zuverlässig und sehr sauber sind – oft mit 7-Eleven, Café Amazon, Garküchen und sauberen Toiletten. Habt immer eine Rolle Toilettenpapier im Auto. Am Eingang der Toiletten hängt eine große Rolle mit den extrem dünnen sich schnell auflösenden Toilettenpapier für alle Kabinen. Aber die eigene Rolle dabei zu haben ist einfach angenehmer und nichts befremdliches.

Kindersitze: Nicht überall Standard. Wer mit Kindern reist, sollte seinen eigenen Sitz mitbringen oder vorher bei der Vermietung anfragen. (Der Trunki Kindersitz Rucksack ist doppelt praktisch!*)
Strafen: Alkohol am Steuer, Handybenutzung und Fahren ohne Gurt sind Bußgeldgründe – teils mit sofortiger Barzahlung.
Fazit
Autofahren in Thailand ist nicht nur ein Abenteuer, sondern eine wunderbare Möglichkeit, das Land selbstbestimmt und flexibel zu entdecken. Mit gesundem Menschenverstand, defensiver Fahrweise und etwas Vorbereitung ist es sicher und entspannt.
Ein SUV ist oft die beste Wahl – und wer die Verkehrsregeln respektiert, wird Thailand auf vier Rädern lieben.







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