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    Halong City – Vietnam 23 Reisebericht Teil 1

    Halong City – Vietnam 23 Reisebericht Teil 1

    Ha Long City – unser sanfter Start in Vietnam

    Die meisten reisen nur nach Ha Long City, um schnell auf eines der Boote Richtung Halong-Bucht zu kommen. Und ja, auch wir hatten genau diese Bucht als Ziel, als wir unsere Route planten. Aber mit unserer kleinen Tochter und der Vorstellung, erstmal in Ruhe anzukommen, entschieden wir uns bewusst dafür, zwei Nächte hier zu bleiben. Es war unsere erste Begegnung mit Vietnam – und genau das richtige Tempo für den Anfang.

    Ha Long City liegt im Nordosten des Landes, direkt an der weltbekannten Halong-Bucht. Diese steht seit 1994 auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes und ist mit ihren steil aufragenden Kalksteininseln ein echtes Naturwunder. Die Stadt selbst wird oft nur als Durchgangsort gesehen, dabei gibt es hier weit mehr als Hafen und Hotel. Sie ist durch eine große Brücke in zwei Hälften geteilt: Bãi Cháy mit seinen Stränden und Resorts und Hòn Gai mit Verwaltung, Alltag und Charakter.

    Halong Bucht in Halong City, Boote auf dem Wasser vor Kalksteinfelsen

    Unser Hotel, das D’Lecia Ha Long*, lag etwas abseits vom Trubel in einer kleinen Seitenstraße. Die Zimmer waren großzügig geschnitten, sauber, die Aussicht war sowohl bei Tag als auch bei Nacht sehr interessant. Man sah zwar auch die Bucht, aber das Leben und Treiben an der Straße zu beobachten war interessanter.

    Der Poolbereich im oberen Stockwerk lud zum Abtauchen ein und war herrlich bei den heißen Temperaturen im Mai.

    Bedroom DLecia Halong City Hotel

    Vom Hanoi Flughafen aus waren es am Abend ca zweieinhalb Stunden fahrt. Wir kamen ohne Stau sehr gut durch, die Landschaft flog nur so dahin. Wir haben in unserer Zeit in Vietnam festgestellt, dass die Wege zwischen den Hauptattraktionen zwar lang sind, aber die Fahrer es gewohnt sind alles in einer Sitzung abzufahren.

    Wir hatten einen privaten Transfer gebucht was mit Kleinkind die beste Entscheidung ist. Es ist einfach immer stressfreier, wenn man nur unter sich sein kann. Außerdem kann angehalten werden wann und wo immer wir mochten.

    Über Klook* könnt Ihr auch ganz einfach Euren privaten Transfer buchen.

    Klook.com

    Gleich am nächsten Tag nach unserer Ankunft in Vietnam besuchten wir das Quảng Ninh Museum. Schon die dunkle Spiegelfassade des Gebäudes wirkte beeindruckend – sie reflektiert die umgebende Landschaft auf fast dramatische Weise. Innen warteten Ausstellungen zur regionalen Geschichte, zur Kohleindustrie, die für diese Region enorm wichtig ist, sowie zur Natur und Kultur Vietnams. Viele konservierte und verstaubte ausgestopfte Tiere warten dort auf Besucher. Vielleicht wurde mittlerweile mal abgestaubt, bei unserem Besuch war das etwas herausfordernd für Allergiker wie Piya.

    Besonders im Gedächtnis blieb uns aber die breite Außentreppe zwischen den Gebäuden. Unscheinbar, fast beiläufig, führt sie nach oben – bis sich plötzlich ein wunderschöner Ausblick auf die Bucht öffnet. Einfach stehen bleiben und schauen.

    Die Bucht wirkte fast wie gemalt. Wer hier das erste Mal steht, versteht sofort, warum dieser Ort als eines der Naturwunder Vietnams gilt. Mehr als 1.600 Inseln und Karstformationen liegen verstreut in der weiten Bucht. Manche von ihnen verbergen Lagunen, andere Höhlen oder winzige Siedlungen, die auf dem Wasser treiben.

    Nach diesem Eindruck wechselten wir in eine andere Welt: Die Vincom Plaza Mall liegt ganz in der Nähe und bietet mit ihrem klimatisierten Inneren eine willkommene Pause. Für unsere Tochter war angenehmer dort die Füße zu vertreten.

    Gegenüber des Einkaufszentrums kann man einmal über eine Brücke über dem Wasser spazieren gehen. Mit Blick auf alte Fischerboote fühlt man sich wie in einer anderen Zeit.

    Es ist auch möglich von dort aus eine spontane Tour durch die Bucht zu machen. Wer lieber vorab planen möchte findet auch über Klook eine tolle Tagestour.

    Klook.com

    Übrigens kann man hier wunderbar schon mal üben über die Straße zu gehen. Wir haben auch nicht gedacht, dass man das nach der Grundschulzeit nochmal lernen muss. Aber eine Straße in Vietnam zu Fuß zu überqueren ist ein komplett anderes Level als in Den Haag (wo man auf die Radfahrer aufpassen muss) oder in Thailand – wo man eigentlich auf eine Lücke wartet oder sich auf die Fußgängerampel verlassen kann. In Vietnam muss man mit dem Fluss gehen. In Halong City war das eine ziemlich einfache Übung um Gegensatz zu Da Nang.

    In unserem Halon City Video könnt Ihr unsere Straßenüberquerung sehen.

    Neben dem Vincom Plaza befindet sich der ziemlich untouristische Hạ Long Markt. Ein echtes Kontrastprogramm zur Hochglanz-Mall. Hier geht es laut, bunt und geschäftig zu. Von jeder Ecke wird etwas gerufen, Motorräder schlängeln sich zwischen den Ständen hindurch. Wer asiatische Märkte kennt, fühlt sich sofort mitten drin. Hier ist nichts durchgestylt, nichts glattpoliert – und genau das macht den Reiz aus.

    Ein kleines Highlight führte uns am nächsten Tag vor unserer Cruise mit Stellar of the Seas* noch in Richtung Tuan Chau: der sogenannte King Kong Park.

    So begann unsere Reise in Vietnam nicht mit Trubel oder Tempel, sondern mit Hafenstadt, Aussicht und Alltagsmomenten. Ha Long City hat vielleicht keine riesigen Sehenswürdigkeiten, aber genau das machte es für uns so angenehm: langsam ankommen, schauen, essen, anpassen. Genau richtig, bevor es aufs Schiff ging.

    Klook.com

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